Wie die politischen Parteien, die Medien und die Presse mit den islamistischen Verbrechern umgeht – Von Heiner Giersberg

Die Hamburger sind ein armes Völkchen. Zuerst ein wahres Schlachtengetümmel mit zahllosen Verletzten (vor allem Polizeibeamten) rund um den G-20-Gipfel und einer absolut unfähigen Führung in den Tagen bürgerkriegsähnlicher Unruhen. Dann das weinerliche Stimmentremolo eines vermeintlich Anteil nehmenden Bürgermeisters Scholz, dem man den Mut und die Weisheit gegönnt hätte zurückzutreten, schließlich die Kraftlosigkeit, aber auch die empörende Parteinahme einer linksgewirkten Journalistenkamarilla für hunderte, wenn nicht tausende von Gewalttätern und Landfriedensbrechern, und am Ende ein verlogenes, ein unehrliches Bedauern der Führungsclique über verletzte Polizisten und Millionenschäden im zweistelligen Bereich, denn “niemand hat damit rechnen können!”

Niemand hat damit gerechnet? Das bedarf entschiedenen Widerspruchs: Es gab nämlich Warnungen über Warnungen, denn nicht zum ersten Mal haben die vermummten Banden, die sich “schwarzer Block”nennen und deren staatsgefährdendes Treiben nur durch Zufall noch zu keinen Toten geführt hat, angekündigt, unser Gemeinwesen in Trümmer- und Schutthaufen verwandeln zu wollen. “Ach, wird schon nicht so schlimm werden!” , “Und die lieben Demontranten nur nicht provozieren!” Das war doch wohl der Tenor in den Lagezentren. Ohne dabei gewesen zu sein, darf man solche schwachsinnigen Verharmlosungen in den Krisenbesprechungen unterstellen. Und als dann wirklich das Chaos über Hamburg hereinbrach, verlustierten sich die G-20-Gipfler, angeführt von Angela Merkel, bei zarten Harfenklängen in der neuen Elbphilharmonie. Ein Skandal, ein unfassbarer Skandal und eine Geschmacklosigkeit besonderer Güte – freilich ohne eine irgendwie geartete Folge für die Verantwortlichen. Draußen tobte der Mob und zerschmetterte jede Form demokratischer Strukturen, drinnen schwülstige, zeremonielle Ehrerbietungen und fast höfische Akkoladen der vermeintlichen Welt-Elite. Alles eine Aneinanderreihung von Peinlichkeiten, hier wie dort. Presse, Rundfunk und Fernsehen duckten sich weg, einige Journalisten besaßen die Frechheit, die Polizei als Verantwortliche zu benennen, in Statements schimmerte die klammheimliche Freude über Chaos und Katastrophe durch.

Am nächsten Morgen gingen die Hamburger auf die Straßen, säuberten diese, räumten Scherben und Verbranntes weg. Von den prügelnden und marodierenden Schwachköpfen des “schwarzen Blocks” ließ sich niemand mehr blicken, ins In-und Ausland waren sie davon gefahren, kaum dass einer von den Verbrechern zur Verantwortung gezogen worden wäre.  Eine Millionenstadt, der das Gewicht eines von Frau Merkel sinnloserweise ausgesuchten Austragungsortes eines Weltereignissen schwer auf die Füße gefallen war, atmete hanseatisch-stoisch, aber auch von der Empörung geradezu paralysiert auf.

Bis zum 28. Juli, also nur ein paar Tage später. Da rammte ein junger Kerl den Kunden eines Supermarktes ein Messer in den Leib. Ein Wunder, dass es nur einen Toten zu beklagen gibt, dafür aber einige Schwerverletzte. Der Mörder wurde von mutigen Männern verfolgt und niedergeschlagen. Dummerweise hatte der Verbrecher die islamische Glaubensformel “Alahu akbar” hinausgebrüllt, so wie es an den Terrororten Nizza, London, Paris, Brüssel oder Berlin geschehen war. Nach Stunden oder in anderen Fällen nach Tagen oder Wochen ließ es sich nicht mehr verheimlichen, nicht mit Lügen und Beschwichtigungen feige camouflieren: Auch hier in Hamburg hatte der verbrecherische Islam zugeschlagen. Aber sofort setzte auch Plan B des Erklärungsnotstandes ein: Ein verwirrter junger Mann mit psychischen Problemen, ein Einzeltäter, labil, ein eigentlich zur Ausreise verpflichteter Mensch mit großen Ängsten und seelischen Nöten. So die immer gleichen Entschuldigungen und Erklärungen.

Das Wort “Terrorist” fiel, wenn überhaupt, nur ganz leise, hinter vorgehaltener Hand sozusagen. Dass der Staatsschutz ihn im Focus hatte, na ja, aber: Er konnte doch nicht zur Ausreise gezwungen werden. Zu Hause in Palästina oder Saudi Arabien hätte man wahrscheinlich kurzen Prozess mit dem Verbrecher gemacht. Doch hier, in Deutschland, im Land der Gutmenschen und verständnissinnigen Weichredner, gibt es keine Abschiebung dorthin, wo sein Schicksal besiegelt worden wäre. Wir aber gewähren Gastrecht für einen Mörder.

Wo wird der Kerl mutmaßlich enden? Meine Vermutung: Wegen seines Flüchtlingsschicksals in der Psychiatrie mit Entlassung in einem überschaubaren Zeitraum, doch auf keinen Fall in einem Gefängnis und der Verbüßung einer Haftstrafe. Dieser arme Mensch, ein bisschen verwirrt, orientierungslos in unserer brutalen Gesellschaft, ein Einzeltäter mit Sprachproblemen – andererseits schutzbedürftig und sehr nett. Es ist so lachhaft wie skandalös, halt typisch Deutsch. Gibt es noch jemand, der nicht zugibt, dass es der AfD, der Alternative für Deutschland, noch nie so bedurft hat wie zur Zeit?